Schüler faszinieren mit einem inklusiven Theaterstück unter Regie von Gerhard Bruckner

von Theresia Wildfeuer

Gruppenbild redSalzweg. Lustig, spritzig, kurzweilig – mit dem inklusiven Theaterspiel „Der lausige Prinz und die eigenartigen Prinzessinnen“ haben die Schüler der Klasse 2a der Grund- und Mittelschule Salzweg und der K2 und K3 der Don Bosco-Schule Passau-Grubweg das Publikum im Theatersaal fasziniert. Theaterpädagoge Gerhard Bruckner hatte das Stück mit den Kindern erarbeitet.Salzweg. Lustig, spritzig, kurzweilig – mit dem inklusiven Theaterspiel „Der lausige Prinz und die eigenartigen Prinzessinnen“ haben die Schüler der Klasse 2a der Grund- und Mittelschule Salzweg und der K2 und K3 der Don Bosco-Schule Passau-Grubweg das Publikum im Theatersaal fasziniert. Theaterpädagoge Gerhard Bruckner hatte das Stück mit den Kindern erarbeitet.

Gegenüber der Bühne beginnt das Spiel. Zackige Wächter (Johannes Thamerus, Bastian Weber) geben den Auftakt und Diener (Mischelle Gering, Levi Vatter) schleppen Königs- und Königinnenthron. Sie tragen die Möbel einen Gang entlang und stellen sie auf die Bühne, gehen dabei komisch oder laufen ganz schnell – die jungen Zuschauer glucksen und kichern. Ein Teppich wird ausgelegt und König (Lorenz Schmid) und Königin (Clara Bloch) schreiten stolz zur Bühne.

Großen Anklang findet der amüsante Auftritt des lausigen Prinzen (Laurenz Neuser) und des königlichen Hundes Leo (Marie Preis). Dem Prinzen ist langweilig und er schikaniert seine Diener fast zu Tode. Ansagerin Shanna Rampley verkündet: Er braucht Prinzessinnen. Vier eigenwillige Prinzessinnen schreiten hin und her. Prinzessin Capriciosa (Yanina Hirsch) flüstert und hüstelt, was dem Prinzen nicht gefällt. Auch die Prinzessinnen Larifari (Laura Fuchs) und Doreni (Christina Nigl) finden wenig Anklang. Die eine plappere ihm die Ohren voll, moniert der Prinz, und die andere lasse mit ihrer lauten Stimme die Scheiben zerplatzen. Prinzessin Wüstenkind (Sevia Amadin) ist ihm zu sandig. Er zieht es vor, lieber mit Leo im Schlossgarten spazieren zu gehen.

„Sensationell, spritzig, kurz und kompakt“, schwärmte Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger-Zapf. Das Publikum bedachte die jungen Schauspieler mit langem Applaus. Doch auch den Spielern gefiel das Theater, „weil man auch etwas lernen kann“, zum Beispiel „still zu sitzen und leise zu sein“. Das Besondere an dem Stück sei, dass es keine Vorlage gibt, erzählte Regisseur Gerhard Bruckner. Er habe die Schüler gefragt, was sie sich wünschen, improvisiert. „Wir sind theateraffin und wollten etwas lernen von einem Theaterpädagogen“, so Schulleiterin Susanne Bulicek. Sie freute sich über die vielen Zuschauer, Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger-Zapf, Bürgermeister Josef Putz, Karl Bischof, Leiter der Don Bosco-Schule, Barbara Friedl vom Schulförderverein und Elisabeth Ernst vom Kultur- und Schulservice für Passau Stadt und Landkreis des Regionalmanagements am Wirtschaftsforum der Region Passau. Dieser habe mit einem schon im letzten Jahr finanzierten Workshop die Initialzündung zu dem diesjährigen inklusiven Theaterprojekt geliefert. Die Stiftung der Passauer Neuen Presse unter der Regie von Eva Maria Fuchs, die Sparkassenstiftung Passau und die Raiffeisenbank Südlicher Bayerischer Wald sponserten das Projekt.

Quelle: PNP_LandkreisPassau_29.07.2017_Theresia Wildfeuer